Entstehungsgeschichte

Wieso Radio Kaiseregg

Im bereits bestehenden Angebot von kommerziellen Lokalradios und den öffentlich-rechtlichen Sendern werden Anliegen von Kulturschaffenden und Jugendlichen nur sehr eingeschränkt berücksichtigt. Aufgrund der grossen Verlagshäuser, welche die meisten Lokalsender betreiben, ist auch die Meinungsfreiheit und Medienvielfalt gefährdet. Die rund 15 ehrenamtlich engagierten Mitglieder von Radio Kaiseregg verfolgen das Ziel, als Kultur- und Ausbildungsradio ein Kontrastprogramm für die Region zu schaffen.

Geschichte

Aus einer gemeinsamen Idee gründeten Oliver Wechsler und Pascal C. Kocher im Juni 2001 Radio Kaiseregg. Ihr Ziel war es, ein frisches und dynamisches Radioprogramm für den deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg zu schaffen. Nach dem Erhalt der 1. Kurzveranstaltungskonzession des BAKOM (30 Sendetage bis Ende 2002) ging Radio Kaiseregg am 26. Oktober 2002 zum ersten Mal auf Sendung. Bis Ende Jahr wurde jedes Wochenende aus dem neuen Studio in Schwarzsee gesendet.

Das Jahr 2003 war geprägt von technischen und personellen Erweiterungen. Der neue Senderstandort in Guggisberg sorgte für bessere Empfangsqualität und grössere Reichweite. Radio Kaiseregg konnte von Schwarzsee über Tafers, Wünnewil bis Schwarzenburg empfangen werden. Als Eventradio bewährte sich das Projekt erstmals auch ausserhalb des Studios: Die Country-Night Schwarzsee wurde live übertragen und kommentiert.

Ab Juni 2004 war Radio Kaiseregg wiederum während 30 Samstagen bis Ende Jahr auf Sendung. Inzwischen wuchs das Team auf 16 Volunteers an. Das Radio war wiederum an diversen Veranstaltungen anwesend, die jeweils live übertragen wurden.

Im April 2005 hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) dem Lokalsender die Dauerkonzession für den Kabelbetrieb erteilt. Der Teambestand wuchs weiter und sämtliche Sendungsinhalte wurden überarbeitet und mit viel Idealismus ausgebaut. Seit Anfang Juni 2005 sendet Radio Kaiseregg nun während 24 Stunden an 7 Tagen wöchentlich nonstop und wird als echtes Lokalradio wahrgenommen. Radio Kaiseregg präsentiert sich dabei mit bewährten und neuen Inhalten - von Freiburgern für Freiburger.

Der Sendebetrieb blieb während zwei Jahren ohne grössere Neuerungen aufrecht erhalten. Im März 2008 wurde eine neue Geschäftsleitung aus langjährigen Teammitgliedern gebildet. Der Relaunch im Juni 2008 brachte dem Sender ein neues Erscheinungsbild und ein neues Programm: Die Schwerpunkte liegen nicht mehr am Wochenende, stattdessen werden viele Inhalte abends unter der Woche ausgestrahlt und jeweils am folgenden Morgen wiederholt.

Die fast einjährige Suche nach einem neuen Studiostandort konnte Ende Mai 2009 erfolgreich abgeschlossen werden: Nach einigen Umbauarbeiten und dem Umzug der Infrastruktur wurde im August das neue Studio in Tafers eröffnet. Am neuen Standort ist Radio Kaiseregg noch näher bei den Zuhörern und auch für Studiogäste einfacher erreichbar. Das Studio in Schwarzsee bleibt für Spezialsendungen und Ausbildungszwecke weiterhin erhalten.

Nach schönen Jahren im Studio Tafers und vielen neuen Sendungen mit verschiedenen neuen Sendemachern war das grosse Zeil DAB +. Leider war das Unterfangen schwieriger als gedacht und das Ziel konnte nicht realisiert werden. Der Frust war gross, viele Teammitglieder verliessen den Sender. Als Konsequenz wurde der Standort Tafers aufgegeben und der Betrieb lief nur noch auf Sparflamme. 2015 folgte dann die Umwandlung von einer GmbH zum Verein.

Der Verein bekam einen neuen Vorstand und suchte einen neuen Standort. Man fand ihn 2016 in einigen Räumlichkeiten im IGZ2000 in Düdingen bei David’s Music World. Unser neues Zuhause war gefunden. Wir sind in der Aufbauphase und DAB + ist unser wiederaufgenommenes Ziel das wir anstreben.

Nach der erneuten Umstrukturierung des Vorstands 2017 und eines Efforts der Vereinsspitze unter dem neuen Präsidenten Pascal Kolly konnte man im Team zahlenmässig wieder zu alter Stärke gelangen. Ausserdem wurde ein neues Augenmerkt auf die Programmvielfalt gelegt. Wir sind gut postiert und warten auf den DAB+ Eintritt.